Aktuelles 2025

Pressemitteilung der ZIF zur GleichstellungsministerInnenkonferenz 2025 in Essen: Das Gewalthilfegesetz hat Lücken!

 Die Konferenz der Gleichstellung- und Frauenminister*innen und -Senator*innen hat am 26. und 27. Juni 2025 zahlreiche Themen auf der Tagesordnung. Der Schutz vor Femiziden, geschlechtsspezifischer Gewalt und häuslicher Gewalt muss Priorität haben. Denn: das kürzlich verabschiedete Gewalthilfegesetz schützt noch nicht alle Personengruppen! 

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Fachvortrag von Dr. Ezgi Gül Ceyhan: „Was ist Liebe? Was ist Gewalt?“

Am 19. Mai 2025 fand an der VHS Oberhausen ein Fachvortrag von Dr. Ezgi Gül Ceyhan statt, der sich mit der Wahrnehmung von Liebe und Gewalt bei jungen Erwachsenen in Deutschland und der Türkei befasste. In Kooperation mit dem Frauenhaus Oberhausen und dem Kommunalen Integrationszentrum wurden die Ergebnisse einer Vergleichsstudie präsentiert, die die kulturellen Unterschiede in der Bedeutung von Liebe und Gewalt beleuchtete.

Ein zentrales Ergebnis der Studie zeigte, dass Studierende in der Türkei Liebe stark mit sozialer Anerkennung und familiären Rollen verknüpfen, während Gewalt häufig mit emotionalem Druck und familiärer Autorität in Verbindung gebracht wird. In Deutschland hingegen wird das Individuum als autonom betrachtet – Liebe ist ein Raum für persönliche Entfaltung, und Gewalt wird eher als Folge struktureller Ungleichheiten verstanden.

Nach der Präsentation fand eine offene Fragerunde statt, in der Dr. Ceyhan ausführlich auf die Fragen der Teilnehmenden einging. Weitere Informationen zu den Studienergebnissen werden später der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

 

Foto v. L. Derya Kurç, KI OB, Suna Tanış, Leitung Frauenhaus, Dr. Ezgi Gül Ceyhan, Lale Arslanbenzer, Leitung KI OB

Unsichtbar! Eine Ausstellung zu Gewalt an Frauen vom 26. - 28.06.2025 in Oberhausen im Kitev e. V.

Wir laden herzlich zu »unsichtbar« ein - Ausstellung gegen Gewalt an Frauen vom 26.-28.06.2025 von Windrose e. V. und SOLWODI Oberhausen e. V. in Kooperation mit Frauen helfen Frauen e. V. und Kitev e. V.

Die Vernissage findet am Donnerstag, dem 26.06.2025 um 18 Uhr statt. Neben einer Talkrunde mit den Künstlerinnen und Livemusik von Natalie Botsch gibt es die Möglichkeit, mit uns ins Gespräch zu kommen.

Gewalt hat viele Gesichter – doch oft bleibt sie unsichtbar. Hinter verschlossenen Türen, in Beziehungen, auf der Flucht, in Abhängigkeitsverhältnissen – Mitten in unserer Gesellschaft. »unsichtbar« macht sichtbar, was sonst im Verborgenen bleibt und gibt Betroffenen eine Stimme durch Kunst, Fotografie und Wort.

Gezeigt werden Fotografien von Marjan, einer iranischen Künstlerin, Bilder und Texte von Sarah Inry, einer Überlebenden von Zwangsprostitution und fotografische Arbeiten von Rosa Tägtmeyer. Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Werke, die sich mit unterschiedlichen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt auseinandersetzen. Abgerundet wird die Ausstellung durch eine Video- und Audioperformance von Kristine Tushiavilli. »unsichtbar« lädt zum Innehalten, Hinschauen und Handeln ein. 

Weitere Infos & Details zum Programm: https://windrose-ev.de/unsichtbar/ 

Neue Website „Endlich Frei“ offiziell von Ministerin Josefine Paul freigeschaltet am 12.05.2025

NRW-Ministerin Josefine Paul hat gemeinsam mit Oberbürgermeister Daniel Schranz und weiteren Gästen die Website „Endlich Frei“ des Frauenhauses Oberhausen offiziell freigeschaltet. Diese digitale Plattform stellt umfangreiche Informationen für Jugendliche und Lehrkräfte bereit, die sich mit dem Thema Gewaltprävention auseinandersetzen möchten. Alle Inhalte sind kostenlos verfügbar, sodass Schulen die Workshops in Zusammenarbeit mit dem Frauenhaus durchführen können.

Gastgeberin und Leiterin des Frauenhauses Oberhausen, Suna Tanış, unterstrich die Bedeutung der Website als zentrale Plattform zur Informationsvermittlung und Gewaltprävention.

Sie bedankte sich bei der Stadt Oberhausen für die finanzielle Unterstützung für die Konzeptentwicklung des Projekts und beim Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW, das über 160.000 Euro für die Umsetzung der Workshops bereitgestellt hat.

Hierzu äußerte sich Ministerin Josefine Paul:  „Gewalt an Frauen ist in Deutschland nach wie vor alltägliche Realität. Auch Kinder und Jugendliche sind häufig von häuslicher Gewalt betroffen – als Opfer oder Zeuginnen und Zeugen von Gewalt. In Nordrhein-Westfalen fördern wir deshalb insgesamt 70 Frauenhäuser mit Landesmitteln. Wir haben in den letzten drei Jahren fünf Frauenhäuser in die Landesfinanzierung aufnehmen können und mit dem Frauenhaus Gelsenkirchen ein neues Frauenhaus eröffnet. Wir wollen das System weiter ausbauen und bestehende Schutzlücken schließen. Gleichzeitig sind neben Schutz und Beratung insbesondere präventive Maßnahmen unerlässlich, um auf das Thema aufmerksam zu machen, aufzuklären und so häusliche Gewalt nachhaltig zu verhindern. Lehrkräfte spielen hierbei eine zentrale Rolle. Sie können frühzeitig Anzeichen für Gewalt in der Familie erkennen und zugleich Schülerinnen und Schüler für das Thema sensibilisieren. Die Website ‚Endlich frei‘ bietet niedrigschwellig wertvolle Unterstützung bei dieser wichtigen Aufgabe.“

Folgende Inhalte und Ziele verfolgen die Workshops „Endlich Frei“

Lehrkräfte erhalten eine gebündelte Übersicht aller relevanten Workshop-Informationen. Der Film „Endlich Frei“ ist verlinkt und dient als zentrales Lehrmaterial.

Jugendliche bekommen direkten Zugang zu Workshops und Materialien.

Unterrichtsmaterialien können angefordert und eigenständig genutzt werden.

Möglichkeit zur Vernetzung und individuellen Workshop-Planung

Mit „Endlich Frei“ setzt das Frauenhaus Oberhausen ein starkes Zeichen für Prävention und Bildung im Bereich Gewaltprävention.

Hier der Link zur Website „Endlich Frei“: www.endlich-frei.org

und der Link zum Film: Endlich frei! Das SAT.1-Event zum Weltfrauentag kostenlos streamen | Joyn

Mahnwache gegen Femizide in Oberhausen am 11.05.2025

 

In Oberhausen versammelten sich am 11. Mai zahlreiche Menschen zu einer Mahnwache, um gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu protestieren und einer getöteten Frau zu gedenken. Organisiert von mehreren feministischen und sozialen Initiativen, war die Veranstaltung sowohl ein Moment der Trauer als auch ein Appell für strengere gesetzliche Maßnahmen gegen Femizide.

Die Rednerinnen betonten, dass Femizide kein Einzelfallproblem sind, sondern ein tief verwurzeltes gesellschaftliches Phänomen. Durchschnittlich werden in Deutschland drei Frauen pro Woche durch ihre (Ex-)Partner getötet. Die Forderung nach einem eigenen Straftatbestand für Femizide wurde dabei besonders hervorgehoben.

Die Mahnwache setzte ein klares Zeichen: Femizide dürfen nicht länger verharmlost werden, sondern müssen als tödliche Gewalt gegen Frauen klar benannt und bekämpft werden.

Die Wanderausstellung "Auf der Schwelle - Leben im Frauenhaus" wurde aktualisiert und kann ausgeliehen werden!

Die LAG Autonomer Frauenhäuser NRW e. V. hat zusammen mit der Herner Fotografin Brigitte Kraemer bereits 2014 eine Wanderausstellung realisiert, die einen authentischen Einblick in die Lebensbereiche der Frauenhäuser bietet. 2024 wurde diese Ausstellung komplett überarbeitet und ist ab sofort in ganz Deutschland wieder ausleihbar. Sie umfasst gerahmte 40 Bilder und vier aktuelle Infotafeln. Fakten zu Femiziden sind neu hinzugefügt. Ein Flyer mit den aktuellen Bildern gibt einen ersten Einblick.   Die aktualisierte Ausstellung zeigt sich politischer und legt den Fokus stärker auf das Leben der Kinder und Jugendlichen im Frauenhaus. Frauenhäuser werden nicht nur mit Blick auf räumliche Enge und Chaos dargestellt, sondern es gibt auch Eindrücke von Platz, hochwertigem Mobiliar, Ruhe und kraftvollen Frauen und Kindern.  

Dank der Förderung durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen ist es möglich, diese Wanderausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Ausstellung ist über die LAG ausleihbar Wanderausstellung "Auf der Schwelle – Leben im Frauenhaus" - LAG Autonomer Frauenhäuser NRW   Alle Informationen finden Sie unter Infomaterial-Fotoausstellung. 


LAG – Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW e.V.

Telefon: 02336/8191780

 

Büro: Koordinierungsstelle der LAG Autonomer Frauenhäuser NRW e.V.
Markgrafenstr. 6  •  58332 Schwelm 

E-Mail:  [email protected]

Wichtige Links

Zentrale Informationsstelle der autonomen Frauenhäuser: www.autonome-frauenhaeuser-zif.de

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